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Bekenntniskirche Berlin-Treptow

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August / September 2010

  1. Aktuelle Gemeindeveranstaltungen

  2. Tag des offenen Denkmals – auch in der Bekenntniskirche

  3. Die Zeiten ändern sich …   verändert die Gemeinde sich in den Zeiten?

  4. Einladung zur Gemeindeversammlung 2010

  5. Regionales / Überregionales

  6. Rückblick

  7. Gottesdienstzeiten und Monatsspruch


Aktuelle Gemeindeveranstaltungen

Liebe ABC-Schützen, liebe Schülerinnen und Schüler,
am Sonntag, dem 29. August, um 11.00 Uhr feiern wir unseren Schulanfangsgottesdienst.
Ihr seid alle herzlich eingeladen - wir freuen uns sehr auf Euer Kommen.
Eure Frau Kastner, Katharina Schulz,und Pfarrer Hecker

Bis zum 09. September gibt es wieder jeden Donnerstag 30 Minuten Orgelmusik

19.00 Uhr in unserer Kirche

Exkursionen in und um Berlin
Spandauer Zitadelle und Kirchturm St. Nikolai
Noch heute fährt der Spandauer „in die Stadt“, wenn er Spandau meint und „nach Berlin“, wenn er z.B. in den Tiergarten möchte. Wir machen uns diesmal also auf aus unserer ehemals selbstständigen preußischen Landgemeinde Treptow in die Stadt Spandau.
Mit der Zitadelle Spandau möchten wir eine der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissancefestungen in Europa besuchen.
Zu den wenigen baulichen Zeugnissen des Mittelalters gehört die, im 15. Jahr-hundert vollendete, St. Nikolai-Kirche. Sie ist der städtebauliche Mittelpunkt der Altstadt und ihr Turm prägt die Spandauer Stadtsilhouette. Hier hören wir eine Orgelandacht und steigen auf den Kirchturm. Die wertvollsten Stücke der reichen Innenausstattung stellen das 1398 aus Bronze gegossene Kanzel dar, die ehemals im Potsdamer Stadtschloss stand und von König Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1714 der Spandauer Reformierten Gemeinde gestiftet wurde. Unter dem von Graf Lynar im Jahre 1582 gestifteten Renaissancealtar befindet sich die Gruft der gräflichen Familie mit ihren Prunksarkophagen.
Wir treffen uns am Sonnabend, dem 28. August, um 10.45 Uhr an der Fahrkartenausgabe im S-Bf Treptower Park.
Abfahrt: 10:54 S 42 Ri Gesundbrunnen
Turmbesteigung St. Nikolai: 1,00 ¤
Eintritt Zitadelle: 4,50 /erm. 2,50¤
St. Nikolai, Reformationsplatz
Zitadelle, Am Juliusturm 64
Wir freuen uns auf Ihr Kommen,
H. Fritsch, St. Wolff, A. Steinfeldt und P. Hecker

„Sieh hin, Frau Lot!“ – Gottesdienst zum Mirjamsonntag, 12. September 2010 
Lot und seine Familie bekommen Besuch in der Stadt Sodom. Zwei Gottesboten kehren bei ihnen ein. Die Bevölkerung der Stadt bedroht die Gäste und die Familie. Nur mit Mühe können Lot und die Seinen fliehen aus der Stadt, deren Zerstörung schon beschlossen ist. Sie bekommen noch gesagt, sich nicht umzublicken. Lots Frau tut es dennoch (1. Mose 19,1–26). Eine Geschichte voller Gewalt und Zerstörung, eine Geschichte über das Hinschauen und das Wegschauen und die Konsequenzen.
Diese Geschichte steht im Zentrum des diesjährigen Gottesdienstes zum Mirjamsonntag, den wir am 12. September 2010, 11.00 Uhr in der Bekenntniskirche feiern.
Der Gottesdienst wird von einer Gruppe von Frauen aus unserer Gemeinde vorbereitet und geleitet. Ein Kindergottesdienst wird parallel stattfinden.

Orgelkonzert am Sonntag, den 19. September 2010 um 17 Uhr
Detlev Schoener (Naumburg) spielt Werke von Buxtehude, Bach, Homilius, Kuchar und Mendelssohn
Ort: Bekenntniskirche Treptow Plesser Str. 3/4
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Literaturabend
Unser nächster Literaturabend findet am 15. September statt.
Thema wird das neue Buch von Christa Wolf, "Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud" sein, über das Tilman Krause in der "Literarischen Welt" schrieb: "Selbstbefragung ist, was sich Christa Wolf vorgenommen hat. Und herausgekommen ist dabei eine gigantische, facettenreiche Lebensbeichte, eingebettet in jenes Jahrhundert, das das ihre war." Und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hieß es "...ein Buch, in dem es ums Überleben geht." Lassen wir uns überraschen!
Der Abend wird, wie gewohnt, um 19.00 Uhr beginnen.
Im August wird wegen der Urlaubszeit kein Literaturabend stattfinden.
Einen schönen Sommer wünscht Ihnen Ihre Annegret Herzberg

Bibelgespräch am Kamin

Wohlige Wärme geht von dem Kamin aus. Man setzt sich bequem, trinkt Tee in guter Gesellschaft und liest in der Bibel. Das Buch regt an zur Unterhaltung. Ich erzähle,
welche Gedanken mir gekommen sind. Ich höre, welche Bilder und Erlebnisse sich bei den anderen eingestellt haben. Wenn das Gespräch abebbt, schauen wir gemeinsam in die Flammen des
Kaminfeuers. Ein kurzer Text noch, ein Gebet, ein Gedicht, ein literarischer Gedanke, und wir gehen für den Abend auseinander, ruhiger und zufriedener als wir gekommen sind.
So stelle ich mir die Bibelgespräche am Kamin vor, die ab dem 16. September einmal im Monat bei uns in der Gemeinde stattfinden werden (in der Regel am 3. Donnerstag des Monats ab 19.00 Uhr im Gemeinderaum, Plesser Str. 3, 1. Etage).
In Erwartung auf einen bereichernden Abend grüßt Sie
Ihr Paulus Hecker.
P.S.: Sollten Sie sich fragen, wo es in unseren Gemeinderäumen einen Kamin gibt, werden Sie überrascht sein.


Goldene Konfirmation
In diesem Jahr wird es in unserer Kirche am 31. Oktober eine Feier zur Goldenen Konfirmation geben.
Eingeladen sind alle Gemeindeglieder, die vor 50 Jahren (Jahrgang 1959/ 1960) konfirmiert wurden, unabhängig, ob in unserer Kirche oder anderswo. Wenn Sie an diesem Gottesdienst teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bei Pfarrer Hecker oder im Gemeindebüro (533 7096) bis zum 17. September an.

BASAR
Es ist noch viel Zeit – trotzdem an dieser Stelle wieder eine kleine Erinnerung: Unser Gemeindebasar wird in diesem Jahr am Sonnabend, dem 13. November, stattfinden.
Ab September freuen wir uns über jede Spende von Ihnen. Bitte schauen Sie bis dahin, was Sie nicht mehr brauchen, aber anderen noch Freude machen könnte - Hausrat, Kleidung, Spielzeug, Handarbeiten... – na, Sie wissen schon...
Wie gesagt, es hat alles noch etwas Zeit, bis dahin grüßt Sie
Ingrid Berg
für den Basarkreis


Die Bücherstube
, Plesser Str. 3, 2.Stock ist geöffnet
am 13. und 27. September jeweils von 15.00 bis 17.00 Uhr. Im August machen wir S O M M E R P A U S E
Ab 50 Cent Kinderbücher, Tier- und Jugendbücher, Western, Krimis, Abenteuer- und Reiseliteratur, religiöse Bücher, Lyrik, Humoristisches, Liebes-, Arzt- und historische Romane, Biographien, Märchen und Sachbücher und viele Schallplatten, CDs und Kassetten.
 

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Tag des offenen Denkmals – auch in der Bekenntniskirche
Hat Ihnen schon einmal jemand gezeigt, was das Cellarium eines Laienrefektoriums ist? Oder was man sich unter einem Laubenganghaus vorzustellen hat? Oder möchten Sie erfahren, was engagierte Bürger zur Rettung eines alten Wasserturms alles auf die Beine stellen?
Auf Fragen wie diese hält der bundesweite Tag des offenen Denkmals vielfältige Antworten parat. Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Sie zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. "Geschichte zum Anfassen", das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise. Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.
Der Tag des offenen Denkmals findet in Berlin am 11. und 12. September 2010 statt. Schwerpunktthema ist "Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr" und unsere Kirche ist aus diesem Anlaß erstmalig mit dabei.
Es waren besondere „Reisegeschichten“, die sich Menschen in der Bekenntniskirche zu erzählen hatten, weil sie anderswo nicht darüber reden konnten:
„AUSreisegeschichten“.
Unser Programm am 12. September:
Öffnungszeit: 11.00 – 17.00 Uhr
Gottesdienst: 11.00 Uhr zum Mirjamsonntag mit einer „Ausreisegeschichte“
Kirchenführung: 13.00 Uhr
Ausstellung: Mauerfall in Berlin-Treptow im Kirchenvorraum
Andere Angebote: Kirchencafé

 

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Die Zeiten ändern sich …   verändert die Gemeinde sich in den Zeiten?
Tempora mutantur, nos et mutamur in illis, „die Zeiten ändern sich, und wir verändern uns in ihnen.“ Das ist zu-nächst einmal eine Binsenweisheit. Wenn sich die Dinge um mich herum ändern, ändere ich mich zwangsläufig mit. Als ich zwanzig war, waren andere Zeiten … aber ich war auch zwanzig, heute bin ich vierzig. Ob ich die Veränderungen gut oder schlecht finde, hängt davon ab, wie und was ich in diesen zwanzig Jahren erlebt habe. In meinem Leben kann ich Veränderungen besser annehmen, wenn ich das Gefühl habe, sie selbst mitgestaltet zu haben. Das sind meine Erfolge. Veränderungen, die ich „erlitten“ habe, gegen die ich mich vielleicht sogar gewehrt habe, belasten mich. Solche Veränderungen nehme ich als Niederlagen wahr, selbst wenn mir alle sagen, dass ich gar nichts hätte ändern können.
Die Kirchengemeinde Berlin-Treptow hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert, zumindest was ihre Gemeindeglieder angeht. Vor zehn Jahren hatte die Gemeinde 1850 Gemeindeglieder, heute sind es schon 2080 Gemeindeglieder. Zwei Drittel der Gemeindeglieder in Treptow sind jünger als 50 Jahre. Allein die 26- bis 50-jährigen machen zusammen 54% der Gemeindeglieder aus. Ich schätze, dass mehr als die Hälfte der Gemeindeglieder vor zehn Jahren noch nicht hier in Treptow gewohnt hat. Auch der Stadtteil Alt-Treptow verändert sich deutlich. Viele neue Menschen kommen dazu, andere ziehen weg. Die Zeiten ändern sich. Die Kirchengemeinde merkt das in ihrer Arbeit.
Vieles, was über Jahre erfolgreich gelaufen ist, macht deutlich Mühe, weil die Arbeit auf immer weniger Schultern liegt. Neues entsteht nur langsam. Wenn neue Menschen kommen, muss aber Neues entstehen.
Am 31. Oktober 2010 wird die Hälfte des Gemeindekirchenrates neu gewählt. Es ist die Aufgabe des Gemeindekirchenrates die Weichen dafür zu stellen, dass sich die Kirchengemeinde verändert. Zunächst einmal klingt das ja sehr positiv: die Zahl der Gemeindeglieder wächst und sie werden immer jünger. Positiv wird es aber dadurch, dass es der Gemeinde gelingt, auf diese Veränderungen zu reagieren, zu gestalten. Das ist selbst bei guten Rahmenbedingungen nicht einfach. Der Gemeindekirchenrat wird entscheiden müssen, was möglich ist und was nicht. Was so einleuchtend klingt, wird schwer. Denn das Neue kennt man ja nicht. Und nicht alles, was neu ist, ist gut und richtig und funktioniert. Und wenn in der Gemeinde für das Neue Altes aufhört, wird es Menschen geben, denen genau das Alte wichtig war und ist.
„Die Zeiten ändern sich und wir verändern uns in ihnen.“ Es kommt darauf an, Veränderungen so zu gestalten, dass man gut darin leben kann. Das gilt für mein persönliches Leben genauso wie für die Arbeit des Gemeindekirchenrates einer Kirchengemeinde. „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern soll, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” Darauf kommt es an.
Einen schönen Sommer wünscht Ihnen, Ihr Paulus Hecker.
 

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Einladung zur Gemeindeversammlung 2010
Liebe Gemeinde,
wir laden Sie ganz herzlich ein zu unserer diesjährigen Gemeindeversammlung am Sonntag, dem 26. September 2010.
Die Versammlung soll Gelegenheit bieten, über die Situation in unserer Gemeinde zu sprechen.
Der Gemeindekirchenrat wird über seine Arbeit berichten. Die Mitglieder des Gemeindekirchenrates stehen auch für Rückfragen zur Verfügung.
Im zweiten Teil der Gemeindeversammlung stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die diesjährigen Wahlen zum Gemeindekirchenrat vor.
Wie immer wollen wir mit einem Mittagessen schließen (dazu bitten wir um eine finanzielle Beteiligung).
Der Ablauf ist folgendermaßen geplant:
10.00 Uhr Andacht zum Beginn der Gemeindeversammlung
10.30 Uhr Berichte aus dem Gemeindekirchenrat und den Ausschüssen (Steinfeldt)
10.45 Uhr Bericht aus dem Gemeindeleben (Hecker)
11.00 Uhr Kaffeepause
11.30 Uhr Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Gemeindekirchenrat.
11.45 Uhr Aussprache
12.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen
Wir freuen uns darauf, Sie zu sehen.
Ihre Astrid Steinfeldt
(Vorsitzende des Gemeindekirchenrates)
 

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Regionales / Überregionales

Neuer Konfirmandenkurs
Nach den Sommerferien im September startet eine neue Gruppe Konfirmanden ihren Weg zur Konfirmation oder Taufe. Wir werden zusammen über Gott und die Welt nachdenken, gemeinsam etwas erleben, Kirche und Gemeinde entdecken, Spaß haben, wegfahren und noch einiges mehr tun. Bei der Konfirmation sollte man 14 Jahre alt, also etwa zwischen Juli 1997 und Ende Juni 1998 geboren sein. Wenn du und vielleicht Freunde, Lust auf die Konfirmandenzeit haben, könnt ihr euch bei mir anmelden:
Axel Geldmeyer, Sterndamm 90, 12487 Berlin, 530 979 68, axel@ejlo.de



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Rückblick

Kirche an nichtkirchlichen Orten – eine ungewöhnliche Stadtbegehung im Berlin des Jahres 2010
… das war das Thema unserer Partnergemeinde-Konferenz. Freunde aus Recklinghausen und Meschede kamen vom 4. bis zum 6. Juni in unsere Gemeinde. Leider hatten die TeilnehmerInnen der evangelischen Gemeinde in Skoczów (Polen) noch kurzfristig abgesagt.
So trafen sich ca. 30 Menschen (neun Gäste und ihre Treptower Gastgeber) am Sonnabend zur Exkursion zu besagten Thema. Sie begann in der Bahnhofsmission im Berliner Hauptbahnhof, die gemeinsam von der Berliner Stadtmission und dem Caritas-Verband betrieben wird. Neben den Aufgaben und dem Anliegen der „BaMi“ erfuhren wir von den Weihnachts- und Ostergottesdiensten, die der Stadtmissionsdirektor Pfarrer Filker mit einem Team in der Bahnhofshalle hält.
Die nächste Station war das Zentrum am Hauptbahnhof der Berliner Stadtmission. Pfarrer Ralf Kasper machte uns hier mit der Arbeit der Stadtmission bekannt, die die wohlbekannte diakonisch-soziale Arbeit mit dem missionarischen Anliegen des Beauftragten für Mission der EKBO verknüpft. So finden in der kleinen Kapelle, aber auch im Saal und in den sozialen Projekten regelmäßig Andachten und Gottesdienste statt. Ein Gemeindepflanzungsprojekt vor acht Jahren trägt nun auch Früchte in Form der Stadtmissionsgemeinde „Lehrter Straße“, der Menschen aus der Umgebung und Klienten aus den Wohnungslosenprojekten angehören. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ die Besichtigung der Notübernachtung, in der im Rahmen der „Kältehilfeaktion“ (Kältebus, Notübernachtung, begleitende Sozialarbeit) in den Wintermonaten bis zu 160 wohnungslose Menschen Nachtquartier, Essen und Gespräche finden. Die Räume vermittelten noch die bedrückende Atmosphäre der vergangenen Wintersaison aber auch die Hoffnung, die die ehren- und haupt-amtlichen MitarbeiterInnen ihren Gästen nach den Nächten mit auf den Weg geben wollen.
Nach einem guten Mittagsbuffet im Jugendgästehaus brachte uns die sogenannte „Kanzler“-U-Bahn vom Hauptbahnhof zum Reichtagsgebäude. Der großzügige Bau unter Tage regte zur Diskussion über das Für und Wider an, obwohl viele die Ausstattung mit alten Fotos sowie die Kühle als angenehm empfanden.
Am Sondereingang des Reichtagsgebäudes erwartete uns schon eine Angestellte des Besuchsdienstes für unsere Führung durch den Reichstag. Besonderer Schwerpunkt sollte hier entsprechend unserem Thema der „Raum der Stille und des Gebets“ sein. Hier können Bundestagsabgeordnete aller Religionen Gelegenheit zur Andacht und zum Gebet finden.
Deshalb soll das Kreuz, das auf dem altarähnlichen Holzblock liegt, nicht im Raum dominieren. Es wird nach Bedarf von christlichen Abgeordneten aufgestellt. Leider konnte uns unsere Führerin keine ausführlichen Erklärungen zu den Nagelkreuzdarstellungen an den Wänden und der Nutzung des Raumes geben.
Die letzte Station unserer Exkursion führte uns in das Olympiastadion. Pfarrer Hecker, der sich in einer Schulung „Führungsqualitäten“ für das Olympiastadion angeeignet hatte, machte uns mit der beladenen Geschichte des Ortes bekannt. Die Schilderung der gegenwärtigen Nutzung für sportliche, kulturelle und Vereinsveranstaltungen, auch für Kirchentage, und über die entsprechenden baulichen Veränderungen folgte. Vorbei an den VIP-Logen und Beratungsräumen stiegen wir nach unten in die Stadionkapelle. Schon der Vorraum überraschte uns mit seiner tiefroten Wandgestaltung – aber das Innere der Kapelle versetzte uns total ins Staunen: ein elliptischer Raum mit blattgoldbelegten Wänden, an denen von oben bis unten Zitate aus dem Alten und dem Neuen Testament in 18 Sprachen standen. Der Innenraum ist sehr geschmackvoll mit einfachem anthrazitfarbenem Mobiliar ausgestattet. Die Kapelle dient der ökumenischen Nutzung und wird von Sportlern und Betreuern für Andachten und Gebete besucht (z. B. die Fußballweltmeistermannschaft Italien 2006!). Die evangelische Ortskirchengemeinde nutzt den Raum für Amtshandlungen und Gottesdienste und auch Außenstehende können die Kapelle nach Anfrage nutzen.
Am Ende des Tages staunten wir, wie viele Möglichkeiten es in Berlin gibt, „Kirche an nichtkirchlichen Orten“ zu erleben.
Steffi Wolff
 

Gemeindeausflug am 27. Juni nach Joachimsthal
Vierundzwanzig Erwachsene und drei Kinder machten sich auf den Weg, die meisten morgens ab 8.30 Uhr vom Bahnhof Lichtenberg aus, um mit der ODEG (Ostdeutsche Eisenbahn) nach Joachimsthal zu fahren. Dort am Bahnhof erwartete uns Dr. Hans-Jürgen Fischbeck. Durch die „Stadt“ ging es zur Kirche, wo wir an einem nicht allsonntäglichen Gottesdienst teilnahmen, der musikalisch auch von kenianischen Bewohnern des Asylbewerberheimes Althüttendorf mitgestaltet wurde und von der Pfarrerin zweisprachig (deutsch und englisch) geleitet wurde.
Nach einer schmackhaften Kartoffelsuppe im Gasthof „Alt-Grimnitz“ führte uns Dr. Fischbeck durch das Gelände der Kommunität Grimnitz und stellte uns die Ziele der Gemeinschaft vor. Anschliessend kletterten wir noch in den Burgruinenkeller – da war es schön kühl – und setzten uns zu Kaffee und Eis auf die Terrasse des Strandcafes, um den Tag ausklingen zu lassen mit dem Blick über den Grimnitzsee.
Gegen 17 Uhr saßen wir wieder im Zug und knapp zwei Stunden später waren alle wieder zu Hause – bis auf die Fußballfreunde, die erst noch das Spiel Deutschland - England bis zum 4:1 in der Gaststätte sehen mussten und deshalb erst zwei Stunden später zurückfahren konnten.
Ein interessanter Tag, den Hartmut Fritsch gut organisiert hatte. Außer manchen Neuigkeiten, die man erfahren konnte, waren es auch die Gespräche in der Bahn und auf den nicht zu langen Fußwegen, die dem Tag einen Wert gaben.
Hans-Jürgen Fredrich
 

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Monatsspruch und Gottesdienste
 

August 2010

Jesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen; ich urteile über keinen. (Johannes 8, 15)
Richten oder retten – das ist ein himmelweiter Unterschied. Richten beginnt da, wo mitleidlos Menschen eingeteilt und in Schubladen gesteckt werden: die oder der ist in Ordnung – die oder der ist nicht zu gebrauchen. Wer Menschen so richtet, gibt sie auf. Und wer von so einem Urteil einmal getroffen wurde, sei es in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Schule oder auch in der Verwandtschaft, der trägt lange an so einer Verletzung, an den Spuren vielleicht lebenslang.
Wie anders sprach und handelte Jesus! Seine liebevollen Augen erkannten die Nöte und Sehnsüchte der Menschen, mit denen er zu tun hatte. Jesus sah sie alle als Geschöpfe des himmlischen Vaters und wusste: Mit jedem hat Gott einen guten Plan, auch wenn der das vielleicht noch nicht erkannt hat. Darum gab Jesus keinen auf, wieweit der sich auch innerlich von Gott entfernt hatte. Retten, die Liebe des himmlischen Vaters überbringen, darin sah er seinen Auftrag. Dadurch bekamen viele neue Hoffnung, neues Gottvertrauen. Die Geschichten des Neuen Testamentes sind voll von solchen Beispielen.
Nicht richten, sondern retten! Das ist für Christen Zuspruch und Auftrag zu-gleich. Die Menschen, denen sie begegnen, sollen sie mit dem positiven Blick Jesu sehen, so wie sie selbst von ihm gesehen werden wollen, Christen können die Freude darüber weitergeben und sich dafür von Christus den liebevollen, rettenden Blick schenken lassen. Das wird ihnen selbst Freude machen und den Mitmenschen auch.
Hans-Jürgen Fredrich


Gottesdienste im August

01. August 9. Sonntag nach Trinitatis 11.00 Uhr Fr. Michaelsen
08. August 10. Sonntag nach Trinitatis 11.00 Uhr Pf. Ziebarth
15. August 11. Sonntag nach Trinitatis 11.00 Uhr Pf. Hecker
22. August 12. Sonntag nach Trinitatis 11.00 Uhr Pf. Hecker
29. August 13. Sonntag nach Trinitatis
Familiengottesdienst zum Schulanfang
11.00 Uhr Pf. Hecker/Fr. Schulz


Gottesdienste im Pflegewohnheim Hoffmannstr. 10:
07. August 10.00 Uhr Pf. Iskraut
04. September 10.00 Uhr Pf. Hecker

 


September 2010

Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinen Mühen, das ist eine Gabe Gottes. (Prediger Salomo 3, 13)
Die schnelle Mahlzeit auf die Hand, ein Brötchen, ein Würstchen, eine Teigtasche mit Fleisch oder vegetarisch mal eben zwischendurch auf der Straße oder in der S-Bahn verschlungen – das ist für viele Menschen heute der Ersatz für ein Essen in Ruhe. Der unschöne Ausdruck „fastfood“ hat sich sogar schon in der Reklame gewisser Restaurantketten breit gemacht.
Der Monatsspruch stellt Gottes Weisheit dagegen: Wer viel arbeitet, wer die Mühe, ja oft auch Mühsal manches Lebenstages trägt, der soll auch die andere Seite genießen, der kann das Essen und Trinken als gute Gabe Gottes erleben und dafür dankbar sein.
Gott hat dem Menschen die Arbeit als Teil des Lebens aufgegeben. Manches ist dabei vergeblich; das Wissen bleibt begrenzt, der Erfolg stellt sich oft nicht ein. Doch steht dem als Ausgleich all
das gegenüber, was Freude macht. Neben guten Freunden zum Gespräch gehört dazu auch das bewusste Genießen der Köstlichkeiten, die zu essen und zu trinken sind. Martin Luther hat das wohl gut verstanden und gönnte sich gerne „ein Kännlein Bier gegen den Teufel, ihn damit zu verachten.“ Gut biblisch kann auch ein Glas Wein dazu gehören. Im Prediger Salomo steht ein paar Kapitel weiter (9,7): „So geh nun hin und iß dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut!“
So dürfen alle Menschen die Geschenke Gottes annehmen und schmecken, riechen, sehen, spüren, probieren all die leckeren Dingen, die Gott beschert. Und dazu ruhig Platz nehmen und mit anderen teilen – und rechtzeitig aufhören.
Und „danke“ sagen.
Hans-Jürgen Fredrich


 

Gottesdienste im September

05. September 14. Sonntag nach Trinitatis 11.00 Uhr Pf. Hecker
12. September 15. Sonntag nach Trinitatis
Mirjamsonntag mit Kindergottesdienst
11.00 Uhr Team
19. September 16. Sonntag nach Trinitatis
mit Kindergottesdienst
11.00 Uhr Pf. Hecker sen.
26. September 17. Sonntag nach Trinitatis
Gemeindeversammlung zur GKR-Wahl
10.00 Uhr Pf. Hecker

In der Regel wird jeder Gottesdienst mit Abendmahl gefeiert.

„Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten.“ (Jakobus 5,15) .
Das Gebet um Beistand für kranke Menschen gehört zu den ältesten Teilen christlicher Gottesdienste.
Seit August 2009 haben wir solche Gebete regelmäßig in unseren Gottesdiensten. Dabei sollen diejenigen, von denen wir wissen, dass sie krank sind, auch namentlich genannt werden. Wenn Sie wollen, dass wir für Sie beten oder wenn Ihnen jemand, der oder die krank ist, am Herzen liegt, teilen Sie das bitte dem Kirchenbüro mit, entweder persönlich oder per Telefon (533 7096) oder mit einer e mail: (buero@bekenntniskirche.de).
Die Gebetsanliegen sollten uns bis Freitag um 10.00 Uhr erreicht haben.


 

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Der Inhalt stammt von der Bekenntniskirche Berlin Treptow.

William Meyer (this is a spam honeypott)